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Erfolgreiche Prüfungsvorbereitung am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Berlin

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Hein Matczak bereitet bereits seit sechs Jahren erfolgreich Schülerinnen und Schüler in Berlin auf Cambridge ESOL Prüfungen vor. Wir haben ihn zu seinen Erfahrungen befragt:

Bitte stellen Sie Ihre Institution und Ihre Person kurz vor.

Mein Name ist Hein Matczak. Ich war seit 1981 als Lehrer für Englisch und Deutsch an verschiedenen Schulformen im Land Berlin tätig, seit 1996 war ich fast ausschließlich in Englisch an drei Gymnasien eingesetzt. Seit 2008 lehre ich am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Berlin-Spandau.

Spandau ist ein sehr großer Stadtbezirk am westlichen Rand Berlins mit einer stark gemischten sozialen Struktur. Meine Schule ist mit circa 1.100 Schülern eines der größten Gymnasien des Bezirkes. Die Schülerschaft kommt fast ausschließlich aus dem gesamten Bezirk und ist ebenfalls stark gemischt.

Seit wann bereiten Sie Kandidaten auf die Cambridge ESOL Prüfungen vor? Auf welche Prüfungen bereiten Sie vor?

Ich selbst begann mich bereits vor circa zehn Jahren mit den Cambridge ESOL Exams zu beschäftigen (In der Erarbeitungsphase der Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss wurden PET-Tests verwendet, und diese Testverfahren fand ich sehr interessant. Mir wurde auch klar, dass mit dem Zusammenwachsen Europas im Bereich Bildung standardisierte externe und international anerkannte Tests immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.)

2006 begann ich dann, Schüler zunächst auf das FCE vorzubereiten. Seit 2007 bereite ich Schüler ausschließlich auf das CAE vor, da für Gymnasiasten erst C1 als “Schlüssel” zu und auf ihrem weiteren Bildungsweg interessant ist.

Weshalb haben Sie sich für die Cambridge ESOL Prüfungen entschieden?

Ich meine, dass in dieser sich immer mehr globalisierenden Welt die Aufgabe des Gymnasiums nicht nur die Vorbereitung auf und Erteilung einer deutschen Hochschulzugangsberechtigung sein kann. Immer mehr meiner Schüler werden in ihrem Studium oder in ihrer Berufsausbildung und danach in ihrem Erwerbsleben auf eine sehr gute Beherrschung der lingua franca Englisch angewiesen sein. Die Cambridge ESOL Exams sind dafür eine exzellente Vorbereitung.

Außerdem wird die Nachfrage nach international anerkannten externen Sprachdiplomen stetig wachsen. Sie ist schon jetzt bei vielen Bildungsinstitutionen und Firmen weltweit eine der zu erfüllenden Vorbedingungen für eine Bewerbung. Für einige meiner Prüflinge haben sich durch das Bestehen des CAE schon völlig neue Perspektiven ergeben.

Und – last but not least – betrachte ich diese Kurse als Begabtenförderung, die leider oft nur ein Stiefkind des Gymnasiums ist. Unsere Kurse eröffnen jedem geeigneten Schüler, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, die Möglichkeit, dieses Sprachdiplom zu erwerben.

Wie erfolgt die Vorbereitung auf die Cambridge ESOL Prüfungen an Ihrer Schule?

Am Anfang erfolgte die Vorbereitung in einer jahrgangsübergreifenden Arbeitsgemeinschaft. Seit dem letzten Schuljahr wird von meiner Schule ein zusätzlicher wählbarer Grundkurs (mit Bewertung) “CAE” im 1. und 2. Semester angeboten, ab diesem Schuljahr wird dieser durch eine Arbeitsgemeinschaft “FCE for Schools” in der 10. Klasse vorbereitet, ab dem nächsten Schuljahr würde noch eine Arbeitsgemeinschaft “PET for Schools” in der 9. Klasse hinzukommen. In den beiden Arbeitsgemeinschaften werden die Prüfungen nicht abgelegt, da sie nur der Vorbereitung des eigentlichen Ziels “CAE” dienen.

Außerdem bin ich seit 2007 als “Pretesting Centre” bei Cambridge ESOL registriert. Soweit dies organisatorisch möglich ist, durchlaufen die Schüler in jedem Schulhalbjahr ganz oder teilweise eine der Prüfungen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen. Die dabei gesammelten Erfahrungen und die Rückmeldungen von Cambridge ESOL sind sowohl für die Schüler als auch für mich außerordentlich wichtig und gewinnbringend.

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Cambridge ESOL Prüfungen gemacht? Gibt es evtl. ein besonders einprägsames oder auch lustiges Erlebnis?

Bisher gibt es nur positive Erlebnisse. Da sind einerseits die sich sehr schnell für die Schüler (und damit auch für ihre Lehrer) einstellenden Synergieeffekte in ihrem Regelunterricht. Dazu rechne ich auch das Erlernen von Strategien für die Lösung von Aufgaben, die selbständige Vorbereitung von Klausuren und  das Entwickeln einer gewissen Stressresistenz beim Arbeiten unter Zeitdruck.

Andererseits ist das Unterrichten dieser hochmotivierten und sprachbegabten Schüler, befreit von allem inhaltlichen Ballast und curricularen Vorgaben, die reine Freude, trotz all der Anstrengungen und der sich in der Endphase natürlich einstellenden großen Anspannung. Bisher haben alle meine Schüler, die bis zur Prüfung durchgehalten haben, das CAE Exam bestanden, und das erfüllt meine Schüler und natürlich auch mich mit Stolz.

Was möchten Sie anderen Lehrkräften gern noch mit auf den Weg geben?

Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg erscheint mir die ständige Motivation der Schüler. Sie haben zunächst einen großen Respekt vor dieser schweren externen (!) Prüfung, und diese sonst erfolgsverwöhnten Schüler erleben oftmals zum ersten Mal Misserfolge in langer Folge. Es ist wichtig, sie immer wieder zu ermutigen, dass diese Prüfung bestanden werden kann.

Andererseits ist auch nötig, Schülern, die offensichtlich den Anforderungen des Kurses nicht gewachsen sind und keine realistische Chance haben, die Prüfung zu bestehen, rechtzeitig  und nachdrücklich abzuraten, diesen Weg fortzusetzen.

Ein letzter Rat: Ich sehe mich in dem letzten Kurs auf CAE-Niveau oftmals eher als primus inter pares. Ich mache fast alle Übungen meiner Schüler selbst mit und nahm auch zweimal am Pretesting teil. Für die Schüler hat es etwas Befreiendes mitzuerleben, dass auch ich (noch immer oder immer wieder) Fehler mache – und wenn sie dann manchmal sogar bessere Ergebnisse als ich haben, ist dies in all der Anspannung wie ein “comic relief”.

Written by cambridgeenglishde

August 6, 2012 at 7:40 am

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